Innode, Westbahnstudios Wien
Wie schon im Sommer bei den rückwärts fliegenden Schwalben in der Südoststeiermark, weiß das Duo von Stefan Németh & Bernhard Breuer auch am kalendarischen Winteranfang in den Wiener Westbahnstudios, diesmal auf Einladung des Vereins liccht zu brillieren. Bei perfektem Sound, sozusagen unter Laborbedingungen (© Dominik Landertinger), entfaltet sich an diesem Abend die ganze Souveränität von Innode, immer wieder gepaart mit eleganter Härte. Noch imposanter, weil noch massiver als damals im Sommer kollidieren die epischen bis sphärischen Synthesizersounds Némeths auf das ausnahmslos präzise, bisweilen mächtige Schlagwerk Breuers.

Bei beinahe Finsternis und unter – wie so oft bei liccht-Konzerten – hervorragendem Publikumsaufkommen tigert sich das Duo mit unnachamlicher Verve und einer spürbaren Portion Charme durch ihre heftigen, hin und wieder auch hymnischen Klangwelten, die an Intensität und Abenteuerlust kaum zu übertreffen sein werden. Eine Sternstunde der experimentellen Befreiungsmusik, an die die darauffolgende Band PLF (Peter Kutin, Lukas König, Elvin Brandhi) plus Mariam Rezaei (tt) in ihrem Hang zur improvisierten Hektik nicht heranzureichen vermag. Wurscht, ein vorweihnachtliches Konzert des Jahres hat uns reichlich beschenkt.