{"id":15320,"date":"2026-01-20T10:31:18","date_gmt":"2026-01-20T08:31:18","guid":{"rendered":"https:\/\/freistil.klingt.org\/blog\/?p=15320"},"modified":"2026-01-20T10:31:18","modified_gmt":"2026-01-20T08:31:18","slug":"15-jaenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freistil.klingt.org\/blog\/15-jaenner\/","title":{"rendered":"15. J\u00e4nner"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">The Bridge, Alter Schl8hof Wels<\/h2>\n\n\n\n<p>Zu Beginn ist alles sehr behutsam, zur\u00fcckhaltend, spirituell, als m\u00f6chte The Bridge an die zeitlosen Sounds der 60er Jahre erinnern. Die Musik John Coltranes erscheint auch als wesentlicher Bezugspunkt des Quartetts um den Tenorsaxofonisten <strong>Rodrigo Amado<\/strong>. Dieser hat wesentliche Leute des europ\u00e4ischen Jazz zu einer virtuosen, bestens eingespielten Formation versammelt: am Bass <strong>Ingebrigt H\u00e5ker Flaten<\/strong>, der in der Schweiz ans\u00e4ssige <strong>Gerry Hemingway<\/strong> am Schlagwerk und der von den Jahren sichtlich gebeugte, am Ger\u00e4t aber h\u00f6chste lebendige <strong>Alexander Schlippenbach<\/strong> am Klavier. Nach dem melancholischen Intro verdichten sich die Kl\u00e4nge, werden auch ein wenig ruppiger, Hemingway pflegt fast rockige Muster. Ein endloses Crescendo m\u00fcndet in einem ekstatischen H\u00f6hepunkt. Eigentlich ist ja Amado der Bandleader, in Wirklichkeit bringt sich aber jeder ein, wechselt die Richtung. Das Geheimnis ist das aufeinander H\u00f6ren, das flexible Reagieren, das feinsinnige Zusammenspiel, bei dem keiner die Profilierung sucht, sondern jeder seinen Beitrag auf h\u00f6chstem Niveau zu leisten imstande ist. So entsteht ein 70-min\u00fctiges Klangkonvolut, ein schier endloser Spannungsbogen, nie langweilig, immer \u00fcberraschend. Gegen Schluss h\u00e4ngen nur noch zarte Linien im Raum, wieder Melancholie, fast wie eine resignative Coda. Und ganz am Ende noch eine Wendung, ein t\u00e4nzelnder Rhythmus, ein swingender Ausklang. Noch ist nicht alles verloren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"602\" src=\"https:\/\/freistil.klingt.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/tagebuch_bridge2-1024x602.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15322\" srcset=\"https:\/\/freistil.klingt.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/tagebuch_bridge2-1024x602.jpg 1024w, https:\/\/freistil.klingt.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/tagebuch_bridge2-300x176.jpg 300w, https:\/\/freistil.klingt.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/tagebuch_bridge2-768x452.jpg 768w, https:\/\/freistil.klingt.org\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/tagebuch_bridge2.jpg 1042w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: G\u00fcnther Gr\u00f6ger<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Bridge, Alter Schl8hof Wels Zu Beginn ist alles sehr behutsam, zur\u00fcckhaltend, spirituell, als m\u00f6chte The Bridge an die zeitlosen Sounds der 60er Jahre erinnern. 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